06.02.2014

Liebe Spam-Abteilung von www.inifa.de

Kommentar-Spam ist KEIN Onlinemarketing

Online Marketing und SEO vom Fach.
Das soll es wohl sein, was die Praktikanten aus der Abteilung "Linkbuilding" für die Seite www.inifa.de hier betreiben.

In den letzten Tagen haben sich die Kommentare von Brigitte, Bettina, Kevin und wie sie sich noch alle nennen, ziemlich gehäuft. Jeder Blogbetreiber freut sich über Feedback.

Na sicher, aber wenn man dann zum Teil völlig sinnfreie Kommentare hinterlässt, diese auch noch am Artikelthema vorbei gehen und dann jeweils einen Deeplink (Unterseitenlink) als Homepage angibt, dessen Inhalt genauso wenig mit dem Artikel zu tun hat, wie der Kommentar an sich, dann wurde hier bei den "Fachleuten" aus dem Bereich Kommunikation und Onlinemarketing etwas grundlegend missverstanden.

Vor allem in Zeiten, in denen Themenrelevanz in den Bewertungskriterien von Google und Co immer wichtiger wird, scheint man hier die aktuellen Entwicklungen und die Zeichen der Zeit ziemlich verpennt zu haben.

Wäre dieser "Verein" jetzt der Bäcker von nebenan, der es erst mal auf diese plumpe und mittlerweile veraltete und kontraproduktive Art und Weise versucht - ok - vielleicht weiß er es nicht besser. Aber wenn ich mir ansehe, mit wem ich es hier bei der www.inifa.de zu tun habe, dann frag ich mich wirklich, wer da den Knall nicht gehört hat.

Wer oder was ist www.inifa.de?

Bei inifa.de handelt es sich, nach eigenen Angaben, um eine Initiative der "Düsseldorfer Runde" - Beraternetzwerk NRW.

Zitat:
Die INIFA – Initiative Fachkräfte ist ein Zusammenschluss von Experten für die branchenübergreifende Beratung mittelständischer Unternehmen in ganz Deutschland. Wir unterstützen Regionen, Branchen und Unternehmen in den Bereichen Arbeitgeberattraktivität und Fachkräftesicherung, um dem bereits schon heute vorherrschenden Fachkräftemangel des Mittelstandes vorzubeugen.
Aha - ein Beraternetzwerk also. Aber kein kleiner Klitschenladen, wenn man sich die "hochrangingen Berater" auf der Seite so anschaut. Da wimmelt es nur so von Doktoren, Professoren und Dr. rer. pol.´s. Wenn ich es nicht besser wüsste, dann wäre ich wirklich beeindruckt.

Es gibt sogar gleich 2 spezielle, "fachkompetente" Berater für den Bereich "Beratung Web (SEO/SEM) und Social Media" - (Claudius Langen & Özlem Aktan), einen für den Bereich "Beratung Marketing & Vertrieb"(Prof. Horst-Richard Jekel) und einen für den Fachbereich "Beratung Kommunikationsmanagement" (Prof. Dr. Christopher Storck).

Öffentliches, tranparentes Angebot für inifa.de

Liebe Damen und Herren, (ich weiß leider nicht, ob Özlem ein Frauenname, ein Männername oder Geschlechtsneutral zu verwenden ist). Damit ich mich hier nicht in die Gender-Nesseln setze, also noch einmal:

Liebe Damen und Herren,
Liebe Verantwortliche für den Bereich "Spam Online-Marketing",

ich möchte Ihnen ja nicht auf die Füsse treten. Schliesslich sind Sie im Besitz von exquisiten Qualifikationen und Titeln und es liegt mir fern einen Professor oder Doktortitel-Inhaber zu belehren, aber was halten Sie davon, wenn sie mit Ihrer Beratung erst mal im eigenen Haus anfangen?

Oder ist das hier eine offizielle Werbeschaltung gewesen?

Dann freue ich mich natürlich, dass Sie, wie Sie ja auch selbst kommunizieren, über die Bundeslandgrenzen von NRW hinaus Aufträge verteilen, um den Mittelstand zu unterstützen. Das ist sehr lobenswert und beim nächsten Mal werde ich Ihnen auch für jede Werbeschaltung von Ihrer Seite umgehend eine Rechnung zukommen lassen.

Eine Werbeschaltung kostet Sie in meinem Winterschluss-Verkaufs-Angebot auch nur 199 Euro netto (immerhin hat der Blog hier einen PR3*). Bei einer grossen Agentur blättern Sie dafür Einges mehr auf den Tisch. Würde man es jetzt als wettbewerbswidrigen Spam einstufen, dann würde es diesen Betrag noch um ein vielfaches übersteigen, aber ich entschuldige mich dafür, dass ich Ihren Auftrag als solchen nicht direkt erkannt habe.

Sorry - my mistake.

Zur Wiedergutmachung enthält dieser Preis zudem noch einen Mengenrabatt, denn wie man ja sieht, sind Sie an permanenten Anzeigenschaltungen interessiert. Stammkunden erhalten natürlich diese speziellen Vergünstigungen und auch ich möchte ja meinen Beitrag zur Unterstützung des Binnenmarktes beitragen. Das eingesparte Geld könnten Sie ja in Weiterbildungemaßnahmen für Ihre Spammer Online-Marketing Spezialisten investieren. Davon würde wiederum ein anderer Auftragnehmer profitieren. Ich kann Ihnen leider derzeit nur Kurse für Fortgeschrittene anbeiten. Die Basis Kurse sind im Moment alle von meinem Referenzkunden (CDU Presseabteilung für Online Medien aus Neuland) ausgebucht.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und ich sehe mit Freuden Ihrem nächsten Auftrag entgegen.

Hochachtungsvoll und viele Webgrüße nach Düsseldorf,

Ihr Herr Peppermint.
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P.S.
Legende: * PR3 steht für PageRank - also nicht für Public Relations 3. Klasse

P.P.S.
Leider gibt es bei blogger nicht die Möglichkeit einen Kommentar zu editieren. Bei Wordpress kann ich dies tun und die URLS entfernen. Dann hätte ich auch den einen oder anderen Kommentar zur allgemeinen Belustigung frei geschaltet.
Hier gibt es nur die Möglichkeit: Sekt oder Selters - Freischalten oder weg werfen.
Schade eigentlich.

Kommentare:

  1. Sehr gut gemacht ...lustig zu lesen und ich hoffe das die richtigen dies auch gelesen haben. Ach ja das ist hier jetzt kein Auftrag ...ich bitte von einer Rechnung abzusehen :-)

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    1. Hallo Herr König,

      fein, dass du gleich verständlich gemacht hast, dass es sich um KEINE Werbebuchung handelt. Das erspart mir wieder einen Haufen Recherche :)

      Da ist mit Sicherheit schon einer der Spezialisten drüber gestolpert :) - Der Artikel wurde nämlich bei Google als "Spam" geflaggt. Die wissen gar nicht, dass sowas erst Recht Anlaß dazu gibt, um über solche Methoden zu berichten.

      Ich glaub ich hab einen neuen Internetspielkameraden gefunden :)

      btw. Ziemlich cooler Stuff auf deiner Seite - da werde ich sicher für das eine oder andere Projekt fündig. Stylische Buttons kann man immer gebrauchen ;)

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  2. Warum schaltest du die Kommentarfunktion eigentlich nicht einfach komplett aus. Dann ersparst du dir auch die Mühe jeden Kommentar haargenau auf "Linkbuilding" zu prüfen und deinen Senf dazuzugeben ;)

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  3. @Markus - warum ich die Kommentarfunktion nicht deaktiviere?
    Weil ein Blog von der Kommunikation lebt und es auch für den Betreiber ganz nett ist, wenn er Feedback erhält. Will ich das nicht, dann würde ich eine ganz normale statische Seite ins Netz stellen.

    Und die Mühe ist es mir wert. Denn Senf dazu gebe ich ebenfalls gerne dazu ab ;)

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  4. Hallo Peppermint,

    ja das Problem mit der inifa-Gruppe hab ich auch. Ich hab die Kommentare zwar alle bei mir genehmigt, weil es in letzter Zeit leider häufig die Einzigen waren, aber es stimmt schon sie sind nervig und häufig auch nichtssagend.
    Es ist schon Schade zu erfahren, das die eigenen Artikel scheinbar so langweilig sind, das man sich mit dem Kommentar so wenig Mühe macht.
    Es bleibt zu hoffen, das die Seite der Gruppe beim nächsten PR-Update von Google abrutscht weil der "künstliche" Backlinkaufbau irgendwann auffällt.

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