04.03.2008

Ist das alles richtig?

Ist es richtig, dass sämtliche Globalplayer neue Rekordumsatz-, Rekordabsatz- und Gewinnzahlen vorlegen, sich aber vorher mit Massenentlassungen - Steuererleichterungen - und Subventionsbetrügereien in die Medien katapultieren. Egal wie sie alle heissen - VW - Porsche - Nokia - die achso gebeutelten Banken usw.

Die Banken vergeigen Milliarden, weil sie den Hals nicht voll bekommen und werden dann durch den Staat, sprich durch unsere Steuergeldern, wieder saniert, wenn es in die Hose geht.

Ist es richtig, dass unsere Politiker uns medienpräsent vollquatschen und hintenrum ihr eigenes Süppchen kochen, so wie es den Vorstandsmitgliedern der Wirtschaftsheuschrecken am besten in den Kram passt?

Ist es richtig, dass Bildung bald nur noch denen zur Verfügung steht, die es sich leisten können?

Ist es richtig, dass ein normalo Bürger als kleines Licht, schon einen auf den Sack bekommt, wenn er seinen Lohnsteuerjahresausgleich nicht pünktlich macht, die fetten Geldbonzen aber hintenrum das Geld nach Liechtenstein schaffen - den Staat (also uns) um Millionen oder gar Milliarden prellen - und dafür mit einer Ordnungsstrafe davon kommen?

Ist es richtig, dass wir bald mit einer kompletten staatlichen Überwachung kämpfen müssen und als Vorwand die Terrorbekämpfung genannt wird?

Ist es richtig, dass die "Arm und Reich Schere" immer weiter auseinander geht?

Ist es richtig, dass sich einen normale Familie mit einem "Brötchenverdiener" durch exorbitant gestiegenen Lebenshaltungskosten nichts mehr leisten kann und selbst für ein normales (Über)Leben jeden Cent 2 mal drehen muss?

Wenn das alles richtig ist, kann eine Revolution nicht verkehrt sein....

Kommentare:

  1. Der Ruf nach Revolution ist nur verständlich. Doch solange der größte Teil der Gesellschaft sich noch in einem falschen Klassen- oder Schubladendenken bewegt, und selbst der traditionell konserative Wähler aus dem absteigenden Mittelstand der Meinung ist, sich von "denen da unten" duch falsch verstandenes Elitendenken distanzieren zu können, wird's wohl nix mit Revolution.
    Alle (wenn auch berechtigten) Rufe danach würden unweigerlich in einen blutigen Bürgerkrieg führen.
    Das kann niemand ernsthaft wollen. Um an eine Revolution denken zu können, müßen Elend und Verarmung erst noch weiter, viel weiter, in die Mitte der Gesellschaft vordringen. Aber die Zeit wird kommen.
    Es ist nicht zuerwarten, daß Raffgier und Machtsucht sich in den nächsten Tagen verflüchtigen.
    By the way, sollte man sich schon heute Gedanken darüber machen, wie man sich denn wohl zur Revolution verabreden will, nachdem unser Schäuble mit seinen neuen Sicherheitsinstrumenten alles in der Hand hat, was er braucht, um eine Revolution schon im Ansatz zu beenden....

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  2. Ich denke, deine Fragen kann man alle mit "JA" beantworten - leider.
    Zum Thema "Revolution" hat don pepone schon alles gesagt, was auch ich hätte sagen können. Ich denke auch, dass die Leute eines Tages auf die Barrikaden gehen werden, aber NOCH sind sie mehrheitlich typisch deutsch: zurückhaltende, die Obrigkeit respektierende, brave Bürger.
    Langsam erst werden Streiks von immer mehr Leuten nicht mehr als "radikale Auswüchse" angesehen und mit wachsendem Verständnis begleitet. "Wenn es der Wirtschaft gut geht, geht es auch dem Volk gut", ist schon lange keine Wahrheit mehr, Politik - eng verbandelt mit der Wirtschaft - wird immer mehr zum Selbstzweck für die "Pöstken-Inhaber", und das merken die Menschen so langsam und fühlen sich verschaukelt. Aber bis zu "französischen Verhältnissen" ist es in unserem Ländle wohl noch weit. Sollte sich die Armut und das Gefühl, ungerecht behandelt zu werden, jedoch weiter so rapide in die "mittleren Kreise" fressen, kann das schon bald anders werden.
    Und irgendwie fürchte ich mich davor, denn das könnte tatsächlich zu einem Bürgerkrieg ausufern, bei dem niemand mehr sicher ist, und nach dem sicher wieder eine Diktatur die Demokratie ablösen wird ...
    LG - Ulrike

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  3. Hier auch noch ein schöner Link von den Nachdenkseiten:

    http://www.nachdenkseiten.de/?p=3044

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  4. @don pepone - zunächst einmal vielen Dank für deine ausführliche Stellungnahme.Mit der sich distanzierenden Mittelschicht hast du sicherlich Recht.Ich gehe jedoch davon aus, dass auch dort das zur verfügung stehende Geld auch dort nicht mehr sondern weniger wird. Bis auf einen kleinen Prozentsatz, die den Sprung nach "oben" schaffen. So wird der Anteil derer die auf die Strasse gehen und auch mal einen Stein werfen oder in der Gegend herumfackeln mit Sicherheit grösser. Zur Kommunikation müssen dann wohl alle back to the roots. Brieftauben wären ein probates Mittel - Rauchzeichen je nach Wetterlage als Alternative.

    @ulinne - auch dir ein herzliches Dankeschön für deinen ausführlichen Kommentar. Zu einem Bürgerkrieg wird es hier sicherlich nicht kommen. Eine Wachablösung der Demokratie durch eine Diktatur wird mit absoluter Sicherheit alleine schon durch unserer geschichtliche Vorbelastung, von "aussen" verhindert werden.
    Vielen Dank auch für den Link...

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