21.03.2006

Angst vor Spionage

Bundeswehr: Angst vor Spionage wegen Microsoft-Software


In Computern, die in sensiblen Bereichen eingesetzt werden, will die
Bundeswehr künftig keine Software von Microsoft mehr verwenden, berichtet
der Spiegel in seiner neuesten AusgabeNach Erkenntnissen deutscher Sicherheitsbehörden
verfügt der amerikanische Spionagedienst NSA über die Source-Codes
der Microsoft-Software und kann so selbst verschlüsselte Daten lesen.
Auch auf EU-Ebene wird man langsam hellhörig wegen des großen
Bündnispartners USA: Der Berichterstatter des Untersuchungsausschuss
beim Europaparlament zum Echelon-Abhörsystem erklärte,dass es dringend erforderlich sei verschlüsselte E-Mail einzuführen
und auf Open-Source-Systeme auszuweichen.

Selbst das Auswärtige Amt wird vorsichtig: Es hat seinen Plan refidiert,Video-Konferenzen mit seinen Auslands-Vertretungen einzuführen,
heißt es im Bericht des Spiegel. Staatssekretär Gunter Pleuger
erfuhr bei einer Telekom-Präsentation, dass sämtliche Satelliten-Übertragungswege
aus technischen Gründen über die amerikanische Stadt Denver (Colorado)
laufen. Pleuger war der Umweg über die USA zu unsicher. "Dann
können wir unsere Konferenzen ja gleich in Langley abhalten",
spöttelte ein Pleuger-Mitarbeiter. In Langley (Virginia) residiert
die CIA. (jk/c't)

Kommentare:

  1. Fällt denen aber früh ein ;) Soweit ich weiß, laufen viele Gemeindeverwaltungen schon - allein aus Kostengründen - auf Open Source und Linux.

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  2. Ja Sabrina - so sehe ich das auch. Erst machen sich alle von USA und Bill G. abhängig , aber dann heulen, wenn sich rausstellt, dass dort eventuell eine Sicherheitslücke besteht, bzw mitgehört oder gelesen werden kann.

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